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Im
Reiseführer steht 'Yosemite' sei eine Abwandlung aus dem
Indianischen 'Yohamite' = "Es sind Killer unter
ihnen!", dem Aufschrei der Indianer, als sie von
Weißen überfallen wurden. Die Weißen hielten es für
den Namen des Stammes und so wurde das Tal Yosemite
getauft. Eine
völlig neue Landschaft erwartet uns: Hochgebirge,
Felsen, viel Grün und Wasserfälle! Erinnert mich an
Heidi. Rainer muß die ganze Zeit links von mir gehen (die Bergseite mit den Felsen), weil ich panische Angst vor den groß angekündigten Bären und - noch schlimmer - den Mountain Lions (Pumas) habe. Außer vielen Backenhörnchen und vor sich hin hopsenden Schwarzkopf-Hähern: kein Bär, kein Puma weit und breit. |
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An unserer
lebhaften Lagerstätte zurückgekehrt, schließen wir
sämtliche Fressartikel und Kosmetika in einen
bärensicheren Locker. Original-Zitat aus dem deutschsprachigen Informationsblatt "Sei bärschlau!": "Sobald der Bär die Angst vor dem Menschen verliert, kann es zu Verletzungen kommen. Der Bär muß dann vernichtet werden!" Seltsam ist nur, daß wenige Meter von unserem Zelt entfernt leere Bierdosen achtlos rumfliegen... |
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29.7.99 An unserem 2. Tag in Yosemite sind wir voller Tatendrang! Raus aus dem Tal, ab in die Berge, hinauf entlang einem der Trails...Wäre da nicht ein klitze-kleines Problem... meine Höhenangst! Um peinliche Situationen zu vermeiden, informieren wir uns bei den Hike-Guides. Die freundliche, aber resolute Frau teilt uns kurzerhand mit, daß alle Touren eine gewisse Höhe involvieren. Mit dem knappen Kommentar steep cliff' hakt sie alle Touren als ungeeignet ab. WAS? Nicht eine einzige Tour für mich? Auf ein "Der Urlaub ist gelaufen"-Entsetzen-geprägtes Gesicht von Rainer blickend kratze ich meinen ganzen Mut zusammen, und schlage verzweifelt vor, die einfachste der Touren auszutesten, Vernal Falls'. |
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Ermutigt und voller
Euphorie lasse ich mich von Rainer sogar zu dem
Weitergang nach Nevada Falls überreden.
Diesmal ist der Weg steiler und stellenweise doch
ermüdend. Nach ca. 2 Stunden bereue ich beinah meinen
Entschluß. Aber - wir harren aus, stiefeln weiter und
werden belohnt - Oben angelangt erwartet uns ein wunderschönes, geradezu liebliches Hochplateau mit kristallklarem Quellwasser, Vögeln und dem atemberaubenden Anblick auf den donnernden Wasserfall, der vom Plateau hinunter ins tiefe Tal fällt. |
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| 30.7.99 Ruhetag: kurzer Spaziergang zum Mirrorlake,
wo wir uns ein Fleckchen unter dem Gebüsche zum
Entspannen suchen. In der Tageszeitung lese ich
detailliert alles über den Yosemite-Killer (schauder!)
und den 'Atlanta-Gunman' (ohwei). Die Lektüre
macht mich nervös (zu lebhafte Fantasie) und ich
beobachte an mir selbst, wie ich in jedem
schnurrbärtigem Mann den Yosemite-Killer wahne. Doch
meine paranoiden Horrorvorstellungen werden jäh beendet: |
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1.8.99 Am nächsten Tag geht Rainer alleine zum Glacier Point hoch. Nach nur 3 ½ Stunden, so gegen 12.00, steht Rainer bereits am verabredeten Ort: die Lounge. Jippie. Wie sich rausstellt, war die Tour nur halb so wild und als Andenken schenke ich ihm eine Kette (die jetzt nutzlos und verstaubt im Regal rumliegt.) (Ja, weil ich sie nur zu besonderen Gelegenheiten anziehe - Rainer). Da Rainer so früh zurückgekehrt ist, bleibt uns massenhaft Zeit, den Rest von Yosemite zu erkunden. Zunächst der Tunnel View Overlook: der Aussichtspunkt, der die 'meist fotografierte Ansicht der Welt' bietet: El Capitan, Half Dome, Sentinel Rock und die Cathedral Rocks. |
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| Dann Weiterfahrt nach Mammoth Lakes. Die Weiterreise führt uns über extreme Schlängel-Strassen zu der flachen Wiesen- und Blumenlandschaft der 'Toluomn Meads': Götterblumen, Kastillea, Gaukler- und Sumpfdotterblumen. |
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| Gauklerblume (nicht witzig) | Sumpfdotterblume | ||
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